Befristet? Befristet!

Sie sind Wissenschaftler/-in ohne Professur an der Uni Jena? Herzlichen Glückwunsch! Falls die Befragung, die wir 2009 in Jena durchgeführt haben stimmt, haben Sie einen Beruf, dessen Inhalte und zeitliche Flexibilität Sie sehr schätzen und Sie arbeiten gern mit ihren Kollegen/-innen, mit Vorgesetzten und Studierenden zusammen.

Zugleich sind Sie aber mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 90 % befristet beschäftigt. Möglicherweise mit einer Vertragslaufzeit, die eher in Monaten als in Jahren gemessen wird.

Wahrscheinlich haben Sie auch eine Teilzeitstelle (wie 52 % Ihrer Kollegen/-innen), die Sie sich nicht ausgesucht haben. Sie arbeiten aber trotzdem wenigstens 40 Stunden in der Woche. Sollten Sie noch in der Qualifikationsphase sein, fragen Sie sich wahrscheinlich häufiger, wo Sie die Zeit für die Promotion hernehmen sollen, die ja eigentlich die Begründung für die Teilzeit ist.

Wir meinen, etwas mehr Planbarkeit, Sicherheit und Transparenz würde Ihnen Ihre Arbeit erleichtern und Sie noch produktiver in Forschung und Lehre machen. Wenn Sie das auch so sehen und Perspektiven für Veränderungen an der FSU diskutieren möchten, dann laden wir Sie herzlich zum Arbeitskreis Fairspektive mit ver.di ein.

Am 15.02., 15.30 – 17:30 Uhr

Restaurant Stilbruch (Salon)

Wagnergasse 1

07743 Jena

http://fairspektive.de/

Wir sind dabei!!!!

beim Festtag der Soziologie in Jena.

Prekäre Beschäftigung an Hochschulen

ist unser Thema und mit Unterstützung von Matthias Neis werden wir diskutieren, wie Beschäftigungsverhältnisse insbesondere im Institut aussehen, was an ihnen prekär ist und wie das in die Gesellschaft passt.

Ihr findet uns von 11-11:45 im SR 3.06 (CZS3). Der Soziologietag ist am 26.Januar 2012.
Wär gut, wenn ihr rechtzeitig da seid, um den sicherlich interessanten Input von Matthias anzuhören. Er hat selbst hier in Jena am Lehrstuhl zum Thema promoviert.

Wir freun uns auf angeregte Diskussionen!
Bis denn!

 

nächstes Treffen

Am 08.12. (Donnerstag um 17Uhr findet unser nächstes Treffen statt. Ort der Zusammenkunft wird diesmal das Gewerkschaftshaus sein (Johannisplatz) und dort der Besprechungsraum im ver.di Büro. Im Anschluss könnte der Weihnachtsmarkt besucht werden.

Tagesordnung: Berichte von Seminaren, aus Gruppen und überhaupt/ Auswertung Bildungsstreikaktion/ Werbung/ Newsletter/ Was ihr wollt!

Wohnungssituation

Auch wir als ver.di-Studis in Jena sind mit der schwierigen Situation in Jena konfrontiert und möchten in diesem Bereich klar Stellung beziehen. Der Wohnungsleerstand in Jena von ganzjährig deutlich unter 1% verdeutlicht die Grundproblematik. Besonders zugespitzt ist der Jenaer Wohnungsmarkt jährlich von September bis November, wenn viele neue Studierende in die Stadt kommen. Dieser problematische Zustand herrscht in Jena schon seit vielen Jahren, gerade weil sich die Prognosen von zurückgehenden Studierendenzahlen nie bewahrheitet haben sondern vielmehr anwuchsen. Selbst wenn diese Zahlen zukünftig etwas zurückgehen könnten, wird sich die Zusammensetzung der Studierenden ändern. Sowohl Uni als auch FH sind bestrebt mehr ausländische Studierende sowie Studierende aus den alten Bundesländern zu bekommen. Diese Menschen benötigen definitiv Wohnraum in Jena. Der Bedarf bleibt somit auch mittelfristig vorhanden. Die gegenwärtige Taktik der Verantwortlichen von Stadt und Wohngesellschaften Wohnraum im Umland anzubieten (Gera, Kahla, Apolda usw.) kann allenfalls als Übergangslösung betrachtet werden und wird von uns als eigentliches Lösungskonzept abgelehnt.

Wir sehen insbesondere die Stadt als auch das Land Thüringen in der Verantwortung die Wohnraumsituation zu verbessern. Die Stadt Jena sollte aus unserer Sicht ihren Einfluss als Anteilseignerin von jenawohnen stärker zur Geltung bringen und den Bau sozialen Wohnraums fördern und diesen ggf. subventionieren. Das Land sehen wir dahingehend in der Verantwortung, dass die Zahlungen an das Studentenwerk, welche explizit dem Bau neuen Wohnraums gewidmet werden, gegenwärtig völlig unzureichend sind und erhöht werden sollen.

Natürlich ist uns bewusst, dass vor allem Bezieher_innen niedriger Einkommen (u.a. Renter_innen, ALG II-Empfänger_innen usw.)junge Familien und viele Andere ebenfalls mit dem Problem um adäquaten, bezahlbaren Wohnraum konfrontiert sind. Wir solidarisieren uns mit diesen Menschen und lehnen Konkurrenzdenken zwischen Studis und diesen Gruppen, die oftmals eine ähnliche wirtschaftliche Situation teilen, ab. Vielmehr ist und sehr daran gelegen gemeinsam diesen ungerechten Zustand zu problematisieren und die Verantwortlichen zu Lösungen zu drängen.

Nächstes Treffen

Am 16.11. 19:30Uhr im Frei(t)raum auf der CZS 3 gibts ein Wiedersehen mit uns (wenn ihr wollt). Wir werden unseren Flashmob zum Bildungsstreik besprechen und sehen ob wir zum 02.12.2011, dem Internationalen Tag der Abschaffung der Sklaverei, eine Aktivität machen wollen :) Ansonsten freuen wir uns auf Berichte und eure Beiträge zur Tagesordnung.

P.S. Am 15.11. 15 Uhr findet im StuRa Konferenzraum ein Treffen (Referat Hochschulpolitik) zu den letzten Vorbereitungen zum Bildungsstreik statt. Helfende Hände sind herzlich eingeladen. KuchenbackerInnen werden auch noch gesucht.